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Vorbereitung zur Angiographie (DSA)

 

Einwilligung

Die Durchführung einer digitalen Subtraktionsangiographie stellt unabhängig vom Ausmaß oder der untersuchten Körperregion ein invasives Verfahren dar. Auch wenn das Risiko eines Zwischenfalls gering ist muss eine Angiographie im Rahmen eines stationären Aufenhaltes sorgfältig vorbereitet werden.

Die von Information und Aufklärung getragene Einwilligung des Patienten in den Eingriff ist unumgänglich. Ein ärtzliches Aufklärungsgespräch mit schriftlicherdokumentation muss am Tag vor dem Eingriff erfolgen.

 

Labor

 

Folgende Laborwerte zur Gerinnungsdiagnostik sind notwendig:

 

  • Fibrinogen, partielle Thromboplastinzeit (PTT), Quick-Wert, Antithrombin III (ATIII)
  • kleines Blutbild mit Thrombozyten, Leukozyten, Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit, MCV, MCH, MCHC
  • bei gestörter Blutgerinnung gegebenenfalls weiterführende Gerinnungsdiagnostik

 

Zur Abschätzung der Nierenfunktion benötigen wir darüberhinaus:

 

  • den Kreatinin-Wert, ggfs. Harnstoff, die Kreatinin-Clearance bzw. die glomeruläre Filtrationsrate (GFR)

 

Zur Bewertung des Hormonhaushaltes der Schilddrüse:

 

  • TSH, fT3 und fT4

 

weitere Angaben

 

  • sind allergische Reaktionen nach Gabe von Röntgenkontrastmittel aufgetreten?
  • wurde der Patient schon einmal mit jodhaltigem Kontratmittel untersucht?
  • bestehen Hinweise für eine Thrombophilie?
  • wurden Operationen an Becken-/Beingefäßen oder der Hauptschlagader vorgenommen?
  • sind Nieren- oder Schilddrüsenerkrankungen bekannt?
  • besteht eine kardiale Insuffizienz?
  • liegen Infektionserkrankungen vor?

 

 

 

Vorbereitung zur CT-gesteuerten Punktion

 

 

  • der Patient muss am Vortag über die Punktion aufgeklärt werden, soweit möglich (evtl. der gesetzliche Vertreter)
  • die Blutgerinnungswerte müssen sich vor einer Intervention im Normbereich befinden
  • sollte eine Sedierung notwendig sein, geben Sie uns rechtzeitig Bescheid, damit wir die Zusammenarbeit mit den Anästhesisten koordinieren können

 

 

Vorbereitung zur Durchleuchtungsuntersuchung

Bei den meisten Untersuchungen des Magen-Darm-Trakts sollte der Patient nüchtern bleiben bzw. eine spezielle Vorbereitung zur Säuberung getroffen werden:

  • für einen Ösophagusbreischluck sind keine besonderen Vorbereitungen nötig
  • für eine Magen-Darm-Passage (MDP) sollte der Patient nüchtern sein.
  • Dünndarmdoppelkontrast:
    Vortag: Leichtes Frühstück, ab mittags nur flüssige Kost, Trinkmenge 2,5 – 3 l über den Tag verteilt. Keine Milch oder Milchprodukte! Abführen am frühen Nachmittag. Absetzen peristaltikhemmender Pharmaka.
    Untersuchungstag: Patient bleibt nüchtern.
  • Colonkontrasteinlauf:
    • Vortag:
      1. vor dem Frühstück (nicht nach 08:00 Uhr) 1 x Salax-Pulver, gelöst in 1 Glas Wasser und 2 Cascara-Tabletten 
      2. ab 08:00 Uhr stündlich 200 ml Flüssigkeit (Kaffee ohne Milch, Tee, Saft, Sprudel; keine Milch, kein Alkohol).
      3. 14:00 Uhr 1 x Salax-Pulver gelöst in 1 Glas Wasser und 2 Tabletten Cascara.
      4. stündlich 1 Glas Flüssigkeit bis 21:00 Uhr (mind. 2 – 3 l Wasser)
    • Untersuchungstag:
      1. morgens 1 x Klysma
      2. stündlich 1 Glas Flüssigkeit
      3. ½ Stunde vor der Untersuchung 2 Tabletten Atropin 0,5 mg per os

 

Bitte beachten Sie auch folgende Hinweise bezüglich der verwendeten Kontrastmittel in Hinblick auf die Untersuchungsplanung:

  • Barium-haltige Kontrastmittel bieten generell den besten Kontrast und einen guten Schleimhautbeschlag und werden daher bevorzugt eingesetzt. Kontraindikationen liegen jedoch bei V.a. Perforation / Nahtinsuffizienz und Schluckstörungen (Aspirationsgefahr!) vor. Auch nach  kurz Endoskopien mit Probeentnahme sollte kein Barium gegeben werden.

 

Vorbereitung zur CT-Kolonographie (virtuellen Koloskopie)

 

Am Tag vor der Untersuchung dürfen keine festen Speisen mehr eingenommen werden, zusätzlich sollte viel Flüssigkeit getrunken werden (keine Milch!).

Der Darm ist mittels Abführmittel zu reinigen. Drei Stunden nach Nahrungskarenz (feste Speisen) wird Endofalk® verabreicht. [Gebrauchsinformation]

Endofalk® ist rezeptfrei in jeder Apotheke erhältlich.

 

  • 2 Beutel Endofalk® Classic werden in lauwarmem Wasser (1/2 Liter) gelöst und mit 1/2 Liter kalten Wasser gemischt und getrunken
  • zwei Stunden danach wird nach gleicher Rezeptur der Vorgang wiederholt
  • vier Stunden nach Einnahmebeginn werden 2 Beutel Endofalk® Classic in einem Liter lauwarmem Wasser gelöst und mit einem weiteren Liter kaltem Wasser getrunken

 

Insgesamt sollte der Patient 6 Beutel Endofalk® Classic und vier Liter Wasser erhalten.

Am Morgen vor der Untersuchung sollen nicht mehr als 1/2 Liter Flüssigkeit getrunken werden und keine Nahrung mehr aufgenommen werden.

Diabetiker müssen die Diät zur Vorbereitung auf die Untersuchung mit ihrem Arzt absprechen.

 

Während der Untersuchung wird Buscopan® intravenös verabreicht. Danach kann der Patient nicht mehr aktiv am Straßenverkehr teilnehmen!